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Wienerberger: Ausblick und Zukauf kommen ander der Börse nicht gut an

25.02.2026 | Austria Börsenbrief Nr. 08/2026

Wienerberger (ISIN: AT0000831706 — Euro 28,30) hat trotz der anhaltenden Schwäche im Wohnungsneubau den Umsatz 2025 leicht um 1 % auf 4,57 Mrd. Euro gesteigert. Das operative Ergebnis (EBITDA) sackte minimal auf 754 Mio. Euro ab. Der Gewinn je Aktie lag mit 1,52 (Vorjahr: 0,72) Euro unter unseren Erwartungen (vgl. Börsenbrief 4/2025). Die Dividende soll stabil bei 0,95 Euro gehalten werden (Dividendenrendite 3,4 %). Der Vorstand blickt recht vorsichtig auf 2026 und prognostiziert nur ein leicht verbessertes operatives EBITDA von rund 760 Mio. Euro. Das Management erwartet eine entsprechende Erholung der Märkte erst ab dem Sommer 2026. 

Ferner wurde am Dienstag gemeldet, dass Wienerberger eine Vereinbarung zur Übernahme der Italcer Group unterzeichnet hat. Italcer ist ein weltweit tätiger Hersteller von Keramiklösungen für den Innenbereich mit einem Jahresumsatz von rund 350 Mio. Euro. Die Neuerwerbung soll mittelfristig mehr als 100 Mio. Euro zum Konzern-EBITDA von Wienerberger beitragen. Mit der Übernahme der Italcer Group will Wienerberger seine Position im wachsenden Renovierungssegment stärken und damit sein Angebot entlang der Wertschöpfungskette für Baustoffe erweitern. In einem ersten Schritt wird Wienerberger 50 % plus eine Aktie von den Verkäufern erwerben und kann in der ersten Jahreshälfte 2027 eine Kaufoption für den Erwerb der verbleibenden Anteile ausüben. Die Übernahme wird durch vorhandene Barmittel und Bankkredite finanziert. Der Abschluss der Transaktion ist für das zweite Quartal 2026 geplant. Unsere Einschätzung: Der Ausblick enttäuschte etwas und auch der Zukauf der Italcer Group kam an der Börse nicht gut an. Der Aktienkurs sackte am Dienstag jedenfalls deutlich ab. Bei diesem Zukauf überzeugt die hohe Profitabilität, während uns die Akquisition aus strategischer Sicht etwas fragwürdig erscheint.  Italcer ist eher im oberen Preissegment für Wand- und Bodenfliesen angesiedelt und ist aus unserer Sicht keine optimale Ergänzung zu den anderen Geschäftsbereichen. Dennoch erscheint uns der Kursrutsch übertrieben, da Wienerberger in den kommenden Jahren wieder ein besseres Branchenumfeld vorfinden dürfte, auch wenn der Start ins Geschäftsjahr 2026 aufgrund des kalten Winters zunächst verhalten laufen dürfte. Halten.

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