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14.01.2026 | Austria Börsenbrief Nr. 02/2026Nach dem insgesamt gelungenen Jahresauftakt an den Weltbörsen richtet sich der Blick der Anleger nun verstärkt auf die Berichtssaison für das vierte Quartal. Diese begann in dieser Woche und sie startete in einem unterstützenden Umfeld, das von positiven Gewinnrevisionen und verbesserten Unternehmenssignalen geprägt ist. Entsprechend bleibt das Chancen-Risiken-Verhältnis leicht zugunsten positiver Überraschungen verschoben. Für den S&P 500 Index erwartet der Marktkonsens im vierten Quartal ein Gewinnwachstum von 8,3 % gegenüber dem Vorjahr, getragen vor allem von IT-, Kommunikations- und Finanzwerten. Zusätzlich sorgte ein schwächerer Dollar für Rückenwind und steuerte rund 1,2 Prozentpunkte zum Ergebnis bei. Bemerkenswert ist, dass die Gewinnschätzungen zuletzt angehoben wurden – laut Bank Julius Bär ein für eine spätzyklische Phase untypisches Muster.
Zwar bleibt das Gewinnwachstum stark auf die großen Technologieunternehmen konzentriert, die ein Plus von 25,9 % erzielen dürften, während der restliche Index lediglich um 1,4 % zulegt. Gerade diese niedrige Hürde erhöht jedoch die Wahrscheinlichkeit positiver Überraschungen auch außerhalb der ganz großen Standardwerte. Die bisherigen Zahlen untermauern dieses Bild: 74 % der Unternehmen, die bereits berichteten, übertrafen bislang die Erwartungen, begleitet von einem deutlichen Anstieg positiver Vorabmeldungen – verglichen mit 71 % im Zehnjahres-Durchschnitt. Trotz alledem sollten mögliche Stolpersteine nicht ausgeblendet werden. Die sich häufenden lenkenden Eingriffe durch US-Präsident Trump in wirtschaftliche Prozesse – etwa Untersuchungen gegen den Fed-Präsidenten, Vorstöße zur Deckelung von Kreditkartenzinsen, steuernde Eingriffe am Immobilienmarkt oder politische Einflussnahme auf einzelne Branchen wie die Rüstungsindustrie – erinnern an dirigistische Maßnahmen, die Börsianern in anderen Ländern traditionell wenig gefallen haben.
Ob und wann der US-Markt einen Risikoabschlag erhält, bleibt abzuwarten. Vorerst konzentriert sich der Markt auf die Ergebnisse des vierten Quartals und die derzeit noch soliden Prognosen für das Gesamtjahr 2026. Wir behalten derzeit zumeist noch die ‚Markt-Brille‘ auf, werfen aber gelegentlich auch einen Blick durch die ‚Struktur-Brille‘ – und was wir dort sehen, gefällt uns nicht, beeinflusst kurzfristig aber unsere Strategie noch nicht.
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