Wir bieten für jede Anlegermentalität die richtige Strategie.
Unsere Informationsdienste.
-
Austria Börsenbrief
Erfolgreich seit 1987 -
Hanseatischer Börsendienst
Börsenerfolge seit 1961 -
Aktien-Spezialwerte
Aktienperlen aus dem Marktsegment Small Caps -
Der Internationale
Global in Gewinner-Aktien investieren -
MEIN GELD.PLUS
Für Sparer, die einmal monatlich Geld anlegen -
Money Mail
Aktiv investieren und profitieren
Nebenwerte melden sich zurück – ist 2026 der Beginn der Aufholjagd?
30.12.2025 | Aktien-Spezialwerte Nr. 26/2025Für Nebenwerteinvestoren brachte das Börsenjahr 2025 nach mehreren schwierigen Jahren endlich einen ersten Lichtblick. Denn die jahrelange Underperformance von Nebenwerten hat sich im abgelaufenen Jahr zumindest nicht fortgesetzt. Der Dax brachte 2025 ein Plus von 23 %, der österreichische ATX von 45 %, der Eurostoxx 50 von 17 % und der S&P500 von 17 %, wobei deutsche Nebenwerte im MDax ein Plus von 20 %, im SDax ein Plus von 25 % und im Scale30 ein Plus von 12 % lieferten. Zwar zeigten damit insbesondere kleine Nebenwerte unterhalb der bekannten Nebenwerteindizes (wie die Entwicklung des Scale30 zeigt) nochmals eine gewisse Schwäche, aber insgesamt hat sich das Bild für Nebenwerteinvestoren doch aufgehellt. Dies gilt, obwohl die Marktbreite in den Nebenwerteindizes weiterhin zu wünschen übrig lässt. Wird beispielsweise der SDax betrachtet, so schnitten immerhin 23 Titel (von 70 insgesamt) im Minus ab.
Mit einer Performance von +27,8 % war 2025 für Aktien Spezialwerte ein sehr gutes Jahr, mit dem wir durchaus zufrieden sind, zumal mit Berentzen lediglich ein einziger der 14 Titel inklusive Dividende überhaupt eine negative Performance aufwies. Trotz der erfreulichen Jahresperformance sei der einschränkende Hinweis gegeben, der eben nicht nur nach schlechten Jahren, sondern auch nach guten Jahren angebracht ist: Ergebnisse einzelner Jahre (sowie sogar Zeiträume von einigen Jahren) sind nicht besonders aussagekräftig, um das langfristige Funktionieren einer Anlagestrategie zu beurteilen, denn Märkte bilden auf kurze Sicht keinesfalls immer faire Werte ab. Je länger aber der Betrachtungszeitraum ist, desto mehr rücken Zufall und Glück in den Hintergrund und desto mehr kristallisiert sich heraus, ob ein Investmentansatz wirklich funktioniert. Inzwischen können wir mit Aktien Spezialwerte auf 17 Kalenderjahre zurückblicken, ein hinreichend langer Zeitraum, um eine hohe Aussagekraft zu gewährleisten. In diesen 17 Jahren wurde mit der Empfehlungsliste ein kumulatives Plus von 2.133 % (Dax im gleichen Zeitraum 409 %), bzw. eine jährliche Durchschnittsrendite von 20,1 % (Dax im gleichen Zeitraum 10,1 %) erreicht. Aus einem Startkapital von 100.000 Euro wären in diesen Jahren mit einer Anlage in die Empfehlungsliste von Aktien Spezialwerte rund 2.233.000 Euro (mit einer Dax-Anlage rund 509.000 Euro) geworden.
Was wird das Börsenjahr 2026 für deutsche Nebenwerte bringen?
Wie immer können wir dazu letztlich nichts sagen, da wir bezüglich der kurzfristigen Gesamtmarktentwicklung eine grundsätzlich agnostische Haltung haben. Aus unserer Sicht ist es für den langfristig erfolgreichen Vermögensaufbau nicht zielführend, seine Strategie an erwarteten, aber faktisch kaum prognostizierbaren Zukunftsszenarien für die konjunkturelle Entwicklung, den Zins, geopolitische Ereignisse, politischen Stimmungslagen, etc. festzumachen. Die „Anmaßung von Wissen“ hilft (auch) beim Investieren nicht weiter. Was allerdings möglich ist, ist sich anhand der aktuellen Bewertungen die Ausgangslage klar zu machen. Da die Anfangsbewertungen der wichtigste Bestimmungsfaktor für die in den nachfolgenden Jahren zu erwartenden Investmentergebnisse sind (siehe dazu Ausgabe 21/2025), kann hieraus schon abgeleitet werden, ob jetzt eine aussichtsreiche oder weniger aussichtsreiche Zeit zum Investieren ist. Da einige Jahre mit einer für Nebenwerte historisch schwachen relativen Performance hinter uns liegen, die mit einer Stabilisierung der relativen Performance von Nebenwerten versus der Dickschiffe in 2025 zum Ende gekommen sein könnte, sehen wir eine sehr gute Ausgangslage für Nebenwerte, denn diese haben enorme bewertungstechnische Aufholpotenziale gegenüber LargeCaps.
Während europäische Small+MidCaps im historischen Mittel einen prozentualen Bewertungsaufschlag (gemessen am KGV) von rund 15 % gegenüber LargeCaps aufweisen, können Nebenwerte aktuell mit einem ungewöhnlichen prozentualen Bewertungsabschlag von rund 5 % gekauft werden, siehe Grafik. Nebenwerte könnten also rund 20 Prozentpunkte gegenüber Dickschiffen aufwerten, um lediglich die historisch normalen Bewertungsrelationen wieder herzustellen. Da viele Nebenwerte nicht nur in Relation zu LargeCaps, sondern auch in absoluter Hinsicht sehr günstig sind, sehen wir aktuell eine sehr günstige Ausgangslage für unsere Strategie.
Interesse geweckt?
Sind Sie bereits Abonnent? Dann loggen Sie sich bitte ein.
Wenn Sie noch kein Kunde sind, wählen Sie bitte aus unseren Abo-Angeboten aus:
Themen des Aktien-Spezialwerte Nr. 26/2025