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Der steigende Goldpreis schiebt Goldmienenaktien an

02.02.2019 | MoneyMail Nr. 015/2019

Der Goldpreis hat gerade ein unter anderem bereits im Mai 2018 gültiges Niveau zurückerobert. Wichtiger als das ist charttechnisch betrachtet aber der Tat bestand, dass der Preis für die Feinunze den langfristigen Abwärtstrends überwunden hat. Sollte es sich dabei um keine Bullenfalle handeln, sondern um eine nachhaltige Bewegung, dann wäre diese Bewegung unter charttechnischen Aspekten ein sehr wichtiges Signal. Zum Redaktionsschluss hat der Goldpreis jedenfalls ein prozyklisches charttechnisches Kaufsignal generiert.   

Zu sehen ist das vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklung in den USA. Denn dort hat sich die US-Notenbank in einer spektakulären Wende von ihrer bisherigen Zinserhöhungspolitik abgewendet. Bleibt es dabei, dürften die Zinsen nicht weiter steigen und folglich wird die Konkurrenz um Anlagekapital für das zinslose Gold nicht härter als bisher. Fehlende Zinsphantasie in den USA ist außerdem ein Belastungsfaktor für den Dollar.  

Die Analysten von Julius Bär Macro & Commodities Research schreiben in diesem Kontext folgendes: „Das Edelmetall befindet sich im ersten Stadium einer längerfristigen, dreiphasigen Erholung und die Normalisierung der Marktstimmung sollte unserer Ansicht nach die aktuellen Preise stützen. Der jüngste Anstieg hat den Status von Gold als sicherer Hafen untermauert. Zudem erwarten wir, dass die zweite Erholungsphase des Goldpreises mit einer Abschwächung des US-Dollars eintritt, die wir für Mitte 2019 prognostizieren. Eine anhaltende Dollarstärke ist somit das Hauptrisiko unserer Empfehlung. Wachstums- und Inflationssorgen dürften die Nachfrage des Edelmetalls als Ort der Stabilität wieder beleben und die dritte Phase der Erholung einläuten. Die damit einhergehende investitionsgetriebene Nachfrage dürfte die Korrelation zwischen Gold und US-Dollar abschwächen, seine Entwicklung unabhängiger von der US-Geldpolitik werden lassen und die Erholung auf ein solideres Fundament stellen. Nachdem Gold die letzten Jahre zumeist im «Währungsmodus» verbracht hat, wird es unserer Meinung nach nun wieder in den «Rohstoffmodus» wechseln. Wir erwarten daher, dass der Goldpreis Anfang des nächsten Jahrzehnts auf über USD 1 400 pro Unze steigen wird.“  

Das ist eine Sichtweise, der wir uns zum jetzigen Zeitpunkt anschließen können. Zumal aus den USA auch noch ein weiterer Einflussfaktor kommt, der in seiner Bedeutung für den Goldpreis nicht zu unterschätzen ist. Gemeint ist damit wieder einmal die von US-Präsident Donald Trump betriebene Politik. Denn diese bringt andere Länder wie etwa China und Russland dazu, ihre Anstrengungen zu verstärken, sich soweit wie möglich aus dem Dollar zu verabschieden. Agiert die EU weise, sollte sie ähnlich agieren, weil eine Supermacht, die ihren großen Einfluss für Erpressungen nutzt, kein Vertragspartner ist, mit dem man mehr Geschäfte als unbedingt nötig machen sollte.  

Dazu passt, dass Notenbanken 2018 ihre Goldbestände netto um mehr als 651 Tonnen aufgestockt haben. Das ist der höchste Wert seit dem Ende der Goldpreisbindung des Dollars im Jahr 1971...

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