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Edag mit soliden Zahlen, doch das schwierige Umfeld belastet den Kurs

30.08.2022 | Money Mail Nr. 103/2022

Bei den Aktien der EDAG Engineering Group (ISIN: CH0303692047 – 11,30 Euro) hatten wir in Money Mail-Ausgabe 57-22 zum Kauf geraten. Das passierte zu Kursen von 11,85 Euro, so dass sich Buchverluste ergeben, wobei in dem Zeitraum aber auch der Gesamtmarkt nachgegeben hat.

Geschäftlich betrachtet meldete der weltgrößte unabhängige Entwicklungsdienstleister der globalen Mobilitätsindustrie für das erste Halbjahr 2022 ein Umsatzplus von 14,7% auf 382,2 Mio. Euro, wobei alle drei Segmente zum Wachstum beigetragen haben. Das bereinigte EBIT kletterte gleichzeitig von 10,7 Mio. Euro auf 24,1 Mio. Euro. Dies entspricht einer bereinigten EBIT-Marge von 6,3 Prozent (Vorjahr: 3,2 Prozent). Der Auftragseingang lag in den ersten sechs Monaten bei 432,8 Mio Euro, ein Zuwachs von 10,9% gegenüber dem Vorjahreswert.

Im Rahmen der Ergebnispräsentation hat der Vorstand auch die Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf das obere Ende der bisherigen Prognosespanne angehoben (zuvor lag sie innerhalb der Spanne). Insgesamt entsprachen die vorgelegten Ergebnisse laut der Deutschen Bank den Zahlen des engsten Konkurrenten Bertrandt, wobei die Margen im Quartal schwach waren (hauptsächlich saisonal bedingt), das Umsatzwachstum jedoch solide blieb.

Die Analysten bei der Deutschen Bank sind der Meinung, dass die Nachfrage nach technischen Dienstleistungen intakt ist. Zumindest gebe es Anzeichen dafür, die diese Einschätzung unterstützten. So habe beispielsweise Volkswagen sein F&EBudget auf 8% des Umsatzes erhöht (von zuvor 7%) und werde sich auf E-Mobilität und Investitionen in Software konzentrieren. Die derzeitige starke Gewinnentwicklung der OEMs und die sich verbessernde Situation in Bezug auf den Fachkräftemangel sollten die Wachstumsambitionen von EDAG unterstützen, heißt es.

Dem ist zuzustimmen und in Verbund mit einem knapp einstelligen KGV auf Basis der Ergebnisschätzungen für 2022, das eine moderate Bewertung signalisiert, raten wir dazu, hier investiert zu bleiben. Seit dem Einstieg im Mai sind übrigens die Gewinnprognosen der Analysten bis 2024 von 1,49 Euro auf 1,56 Euro gestiegen. Das heißt, perspektivisch gesehen gestaltet sich die Bewertung derzeit sogar noch günstiger als bei der Erstempfehlung.

Wie in den meisten Fällen dürfte es aber leider so sein, dass der Titel für Besserung beim eigenen Aktienkurs auf einen wieder nachhaltig besser laufenden Gesamtmarkt angewiesen ist. Und mit Blick darauf sind die Chancen solange gedrückt, wie es nicht gelingt, die kursbelastende Inflation und den Ukraine-Krieg aus dem Weg zu räumen.

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