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Der DAX muss 1% seiner diesjährigen Gewinne abgeben

17.07.2021 | Money Mail Nr. 083/2021

Obwohl der Dax am Mittwoch noch knapp ein Rekordhoch aufstellte, stand am Ende in der abgelaufenen Woche ein Minus von fast 1% zu Buche. Konkret ging der deutsche Leitindex mit einem Stand von 15.540,31 Zählern in das Wochenende. An der Ausgangslage hat sich charttechnisch gesehen nicht viel geändert. Es besteht enger Kontakt zum Rekordhoch, was zu einem intakten Aufwärtstrend führt.

Als Warnsignal ist allerdings zu beachten, dass zuletzt speziell auch in der zweiten und dritten Reihe einige Titel an schwachen Tagen auffällig schlecht abschnitten. Aktuell gehen wir aber noch davon aus, dass sich nach einer verdienten Verschnaufpause anschließend die Bullen wieder besser in Szene setzen können. Damit die Rechnung aufgeht, darf aber an der Coronavirus-Front nichts schief gehen. Die Zahl der Neuinfektionen steigt zwar wieder und das ist ein Trend, der in der kälteren Jahreszeit anhalten könnte. Solange ist dabei aber nicht zu einer Überlastung der Gesundheitssysteme kommt, sollte es möglich sein, einen weiteren harten Lockdown zu vermeiden. Eine Konstellation, bei der laut Landesbank BadenWürttemberg das konjunkturelle Erholungsszenario intakt bliebe.

Mit Blick auf die Frage, welche Faktoren in der kommenden Woche marktbewegend sein könnten, verweisen die dortigen Analysten auf die Sitzung der EZB am Donnerstag. Wie es heißt, dürften die Notenbanker die wesentlichen Parameter ihrer Geldpolitik unverändert lassen, die überarbeitete Forward Guidance biete jedoch das Potenzial für ein erneutes „dovishes“ Signal.

Abgesehen davon nehmen am Freitag die Einkaufsmanagerindizes von Markit im Datenkalender viel Platz für sich ein. Insgesamt wird sich an der guten Stimmung der Unternehmen in Europa und in den USA nur wenig ändern, so die DZ Bank vorausblickend. Die Dienstleister profitierten weiterhin von den Lockerungen von Coronavirus-Restriktionen, während die Industrie angesichts der schnell steigenden Aufträge und internationaler Lieferverzögerungen Probleme habe, mit der Produktion hinterherzukommen.

Nach Einschätzung von Raiffeisen Research stellt allerdings in der kommenden Woche die US-Berichtssaison im Zentrum des Interesses. Anders als in Europa, wo es traditionellerweise erst später so richtig losgehe, gehe es in den USA bereits in der kommenden Woche „in die Vollen“. Mit der kommenden Woche (KW 29) sind wir demnach bereits in der drittstärksten – rund 17% der Unternehmen werden hier ihre Daten offenlegen, bevor der Höhepunkt in der KW 30 (38 %) und KW 31 (30 %) erreicht sein wird. Die Erste Bank erwartet dabei, dass mehrheitlich gute Umsatz- und Gewinnzahlen veröffentlicht werden. Die von den Unternehmen publizierten Aussichten sollten ebenfalls positiv ausfallen.

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