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Ein Jahr später: 3 Lektionen seit dem Hoch im Februar 2020

20.02.2021 | Money Mail Nr. 020/2021

Am Freitag vor einem Jahr markierten führende Leitindizes wie der Dax noch neue Hochs, bevor die Märkte anschließend damit begannen, die Auswirkungen von COVID-19 auf die Welt einzupreisen. Laut den Analysten bei LPL Financial hat sich damals das alte Börsensprichwort "Treppe rauf, Fahrstuhl runter" bewahrheitet, denn der S&P 500 Index verzeichnete den schnellsten Bärenmarkt (er schloss 20% unter einem vorherigen Allzeithoch) in der Geschichte und schaffte dieses Kunststück in nur 16 Tagen.

Wie der größte US-Broker-Dealer in einer aktuellen Publikation weiter ausführt, ist der Aktienmarkt jedoch ein eigenartiger Mechanismus, und trotz der Turbulenzen, welche die Welt seit dem Ausbruch der Pandemie erlebt hat, marschierte der S&P 500 anschließend wieder vorwärts, um weniger als 6 Monate später am 18. August neue Allzeithochs zu markieren. Angesichts dieser rasanten Entwicklung geben die LPL Financial-Analysten auf die Frage, was sie nach diesem wilden Ritt ein Jahr später gelernt haben, die folgenden 3 Antworten:

1. Märkte sind zukunftsorientiert: Während es schwierig sei, ein Datum festzulegen, an dem man erwarte können, dass das Leben vollständig zur Normalität zurückkehre, preise der Aktienmarkt bereits die Normalisierung des täglichen Lebens ein, auch wenn dies noch unsicher sei. Die wirtschaftlichen Bedingungen auf der ganzen Welt hätten sich im Vergleich zu den Verhältnissen zu Beginn der Pandemie verbessert. Es gebe zwar immer noch Schwachstellen, aber der Markt mache sich mehr Gedanken darüber, wo die wirtschaftlichen Bedingungen künftig sein werden, und nicht darüber, wo sie derzeit seien.

2. Die Sektor-Performance ist dynamisch: Die Investition in Wachstums- und Technologiewerte, deren Gewinne als relativ gut isoliert von den Auswirkungen der Pandemie und den anschließenden Sperrungen angesehen worden seien, hätten sowohl Schutz vor Abwärtsbewegungen während der Volatilität im März geboten als auch eine Outperformance nach der Bodenbildung des Marktes. Wie der Chart zeigt, hat sich jedoch in den letzten drei Monaten eine konventionelle frühzyklische Führung durch Finanz- und Energietitel herausgebildet.

3. Denken Sie an Ihren Zeitplan: Jeder würde gerne in der Lage sein, sein Geld genau am oberen Ende abzuziehen, alle größeren Marktkorrekturen zu vermeiden und am unteren Ende wieder zu investieren, aber leider gebe es keinen heiligen Gral des Timings und die Marktvolatilität sei der Eintrittspreis für Aktieninvestitionen. „Es ist unsere Aufgabe als Investoren, uns auf unsere langfristigen Ziele zu konzentrieren", merkt dazu Ryan Detrick, Chief Market Strategist von LPL Financial, an. „Wenn ein Anleger während der Volatilität des letzten Jahres sein Geld aus dem Markt abgezogen hat, gab es eine Fülle von Gründen, um zu zögern, es wieder anzulegen, und der anschließende Aufschwung von den Tiefstständen geschah blitzschnell, was bedeutet, dass sie möglicherweise zu einem höheren Preis wieder eingekauft haben, als sie ursprünglich verkauft haben.“

Unser Fazit: Glücklicherweise sind Bärenmärkte und extreme Volatilität, wie wir sie seit Februar 2020 erlebt haben, selten, aber sie bieten eine einzigartige Lernmöglichkeit für Investoren. Niemand weiß wirklich, was die Zukunft für den Aktienmarkt bereithält, daher ist es für den langfristigen Erfolg als Anleger entscheidend, dass wir aus der Vergangenheit lernen. Und eine der Lektionen war, dass es wichtig ist, auch in schwierigen Phasen investiert zu bleiben.

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