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Hansetischer Börsendienst
Börsenerfolge seit 1961 am deutschen Aktienmarkt.
Hanseatischer Boersendienst
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Inverse Zinsstruktur in den USA sendet Warnsignale

11.06.2019 | Hanseatischer Börsendienst Nr. 12/19

Die globale Wirtschaftsentwicklung steht mittler­weile auf des Messers Schneide. Der sich immer weiter verschärfende Handelskonflikt hat bereits deutliche Brems­spuren bei der chinesischen Konjunktur hinterlassen und könnte die US-Wirtschaft in eine Rezession führen. Recht treffsicher wurden rückläufige Wachstumsraten in den USA bisher durch eine inverse Zinsstrukturkurve angezeigt. In ei­nem gesunden Konjunkturumfeld werfen länger laufende Staatsanleihen eine höhere Rendite ab.

Wenn jedoch die kurzfristigen Zinsen höhere Renditen abwerfen als die lang­fristigen Zinsen, hat dies häufig eine wirtschaftliche Schwä­chephase eingeleitet. Goldexperte und Ökonom Roland Stöferle verweist in seinem aktuellen Goldreport auf diesen Zusammenhang und merkt an, dass die Zinsstrukturkurvedie zuverlässigsten Ergebnisse hinsichtlich Rezessionsprog­nosen liefern.  

Die Logik dahinter erläutert Stöferle so: In Erwartung eines Konjunkturabschwung reduzieren Anleger ihre Nachfrage nach kurzfristigen Anleihen und verschieben Nachfrage auf längerfristige Anleihen deren Preise damit steigen und deren Renditen im Vergleich zu kurzfristigen Anleihen noch weiter sinken. Die rückläufige Nachfrage nach kurzfristigen Anlei­hen erhöht ihrerseits die Zinsen am kurzen Ende. Auf die Verringerung der Zinsdifferenz folgen aus empirischer Sicht häufig konjunkturelle Abschwünge mit sinkenden Aktienkur­sen, während Gold dann häufig steigt.

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