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Hanseatischer Boersendienst International
Internationale Werte und ihre Kurschancen.
Hanseatischer Boersendienst International
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Die Aussicht auf steigende Unternehmensergebnisse macht an den Weltbörsen derzeit vieles wett

13.06.2018 | HB International Nr. 6/2018

Schaut man sich den MSCI World auf Basis des Dollar und damit der Weltleit­währung an, dann ist für den Aktienindex, der die Performance großer und mittel­großer Unternehmen aus 23 Industrielän­dern widerspiegelt, bisher in diesem Jahr praktisch Kursstagnation zu konstatieren. Ob man das als gute oder als schlechte Zwischenbilanz einstuft, hat auch damit zu tun, ob man Optimist oder Pessimist ist. Angesichts der vielen negativen Schlag­zeilen aus dem Börsenumfeld, wie etwa den von den USA angezettelten Handels­streitigkeiten, den populistischen Politik- Strömungen in Italien, die wieder einmal den EU-Zusammenhalt gefährden könn­ten und Währungskrisen in der Türkei und in Argentinien, welche in den Schwellen­ländern Dominoeffekte auslösen könnten, neigen wir dazu, das bisherige Ergebnis als recht passabel einzustufen. 

Diese Bestandsaufnahme heißt aber nicht, dass Nachrichten wie die genannten keine Bedeutung für die Finanzmärkte haben. Vielmehr lasten die erwähnten Punkte durchaus auf den Notierungen, denn ohne ihre Existenz würden aus unserer Sicht die Leitindizes deutlich höher notieren. Zumin­dest sprechen dafür Unternehmensgewin­ne, die wie schon 2017 auch in diesem Jahr deutlich zu steigen versprechen. Das ist ein positiver Einflussfaktor, von dem viel Kurs-Elan ausgeht und letztlich halten wir es auch weiterhin für alles entscheidend, wie sich das nachrichtliche Umfeld letztlich auf die Prognosen der    Unternehmensge­winne auswirkt.  

Derzeit ist es offenbar so, dass die Markt­teilnehmer davon ausgehen, dass für vie­le der aktuell bestehenden Probleme am Ende Lösungen gefunden werden. Geht diese Rechnung auf, besteht die Chance auf bald wieder mehr Schwung beim MSCI Weltindex, während bei sich zuspitzenden Problemen Kursgefahren lauern. Wie das Tauziehen zwischen Bullen und Bären aus­geht, hängt aus unserer Sicht zum einen davon ab, wie viele Spuren der laufende Zinserhöhungszyklus in den USA hinter­lässt. Zum anderen kommt es darauf an, ob die Vollbeschäftigung, auf welche die Weltwirtschaft direkt zusteuert, zu deutlich steigenden Löhnen und anschließend stei­gender Inflation führt. Denn im Negativfall könnte das eine Rezession bewirken und das wiederum ist traditionell schlecht für die Börsen.  

Wie sich die Gemengelage auflöst, weiß derzeit niemand mit Sicherheit. Auf der Suche nach Orientierung blicken wir wie immer auch auf die Charts und diese inter­pretieren wir so, dass es trotz allem Lärm im Umfeld noch an wirklich eindeutigen Verkaufssignalen fehlt.

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