Facebook Pixel
Zum Hauptinhalt springen
Austria Börsenbrief
+16% p.a. seit 1993 - Wir wissen, wie Börse geht.
Austria Börsenbrief
article.title

Agrana: Boden sollte bei Ergebnis und Aktienkurs erreicht sein

16.01.2019 | Austria Börsenbrief Nr. 3/2019

Agrana (ISIN AT000AGRANA3, Euro 16,60) hat im dritten Quartal die ohnehin stark gedämpften Markterwartungen so­gar noch untertroffen. Der Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern verbuchte in den Monaten September bis November 2018 un­ter dem Strich ein Ergebnis je Aktie von -0,06 (Vorjahresquartal: 0,49) Euro. Dabei fiel das Ergebnis im Segment Zucker tiefrot aus. Das Quartalsergebnis aus Betriebstätigkeit (EBIT) lag bei -31,3 Mio. Euro. Dies konnte durch die profitablen Sparten Frucht und Stärke nur knapp ausgeglichen werden. Somit lag das Konzern-EBIT mit 1,17 Mio. Euro auf Quartalsbasis nur noch hauchdünn im positiven Bereich.

Das Segment Zucker litt unter einer einmaligen Sonderbelastung von zwei Seiten. Auf der einen Seite erreichte der Zuckerpreis ein langjähriges Tief und zudem belastete das Wetter. Nach dem Rekordsommer wurde ein ungewöhnlich großer Energieeinsatz benötigt, um den verhältnismäßig geringen Zuckeranteil aus den Rüben zu extrahieren. Allerdings geht Vorstandschef Johann Marihart da­von aus, dass die erhöhten Kosten im dritten Quartal verdaut wurden und dass für den Zuckerpreis wieder mit einer Norma­lisierung gerechnet werden darf. Marihart verweist in diesem Zusammenhang vor allem auf westeuropäische Zuckerunter­nehmen und Zuckerrübenbauern, die im kommenden Ge­schäftsjahr ihre Flächen preisbedingt wieder um rund 10 Pro­zent reduzieren werden. In Kombination mit einem geringeren Lagerbestand soll dies dem Zuckerpreis wieder Auftrieb ge­ben. Mit Zuversicht blickt Marihart auch auf den stetig wach­senden Fruchtbereich. Vom neuen Werk in China, bei dem die Produktion in diesen Tagen angelaufen ist, erwartet der Vor­standschef in Zukunft einen spürbaren Ergebnisbeitrag. Ange­sichts der positiven Entwicklung im wichtigen Fruchtsegment, wo Agrana Weltmarktführer ist, sowie der sich abzeichnenden Entspannung in der Zuckersparte, sollte Agrana operativ den Tiefpunkt mit dem Berichtsquartal mittlerweile erreicht haben. Das laufende Geschäftsjahr 2018/19 wird sicherlich ein sehr schwaches Ergebnis bringen. Im Neunmonatszeitraum ist der Gewinn je Aktie drastisch von 1,99 Euro auf 0,53 Euro einge­brochen.

Doch für das kommende Geschäftsjahr 2019/20 ist bereits wieder mit einer Ertragsverbesserung zu rechnen. Trotz des Katastrophenjahres im Zuckersegment steht Agrana mit einem Quartalsergebnis im Bereich der Gewinnschwelle, einem weiterhin positiven Cash Flow, sehr starken Bilanzrelationen (Eigenkapitalquote 59%) sowie der Aussicht auf eine Ertrags­verbesserung in den kommenden Quartalen solide da...

Interesse geweckt?

Sind Sie bereits Abonnent? Dann loggen Sie sich bitte ein. Wenn Sie noch kein Kunde sind, wählen Sie bitte aus unseren Abo-Angeboten aus:

Abonnement-Bestellung

Jahres-Abo

315,-

Bestellen

Halbjahres-Abo

162,-

Bestellen

Quartals-Abo

84,-

Bestellen