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Was ist eigentlich Ihr Ziel in der Aktienanlage? Leitartikel von Raimund Klapdor

10.04.2019 | Aktien-Spezialwerte Nr. 08/19

Was ist eigentlich Ihr Ziel in der Aktienanlage? Unseres ist klar: Wir wollen mit Aktien-Spezialwerte und der Empfehlungsliste die langfristige risikoadjustierte Rendite für unsere Leser maximieren. Ausnahmslos alles in Aktien-Spezialwerte zielt nur hierauf ab. Unsere Einschätzungen zu den einzelnen Aktien sollen tiefgehend mit den Unternehmen vertraut machen, so dass Sie als Leser möglichst gut wissen, wie es um Ihre Unternehmen steht und auf welchen Werten Sie sitzen. Dies deshalb, damit Sie nicht bei jeder kleinsten Marktunruhe das Handtuch werfen und sich in ein aussichtsloses Markettiming flüchten, das nur seltenst gelingt und fast immer Rendite kostet. Immer wieder einmal äußern Leser ihren Wunsch nach mehr Abwechslung. Wir verstehen das gut. Aber unser Ziel ist es nicht, Sie zu unterhalten, sondern Ihr Aktienvermögen langfristig zu maximieren. Das ist nicht dasselbe. Was ist Ihnen wichtiger? Tatsächlich müssen Sie sich entscheiden. Denn umfangreiche empirische Studien zeigen einhellig, dass man nicht beides, also Unterhaltung, bzw. Action im Depot und langfristig sehr gute Renditen haben kann. Denn Action im Depot ist einer der größten Renditekiller. Das ist auch der Grund, warum wir auf die übliche Vorgehensweise größerer Börsenmagazine verzichten, jede Woche 5, 10 oder 20 neue Aktientipps zu geben. Welcher Irrsinn ist es eigentlich, 250 bis 1.000 Tipps pro Jahr zu geben? Im Nachgang werben diese Magazine dann jedes Jahr mit den fünf oder zehn – im Rückblick - besten Tipps. Dieses Investieren nach dem Schrotflintenprinzip funktioniert in der Realität aber nicht, weil keiner im Vorfeld weiss, welche der unzähligen Tipps wirklich gut laufen werden und es ohnehin keinen Sinn macht, wöchentlich neue Titel ins Depot zu kaufen. Inflationär gegebene Einstiegstipps sind wertlos, denn sie erzeugen Beliebigkeit beim Ein- und Ausstieg.

Ebenso gefährlich ist es, den neusten börslichen Modetrends hinterherzulaufen und auf die neuesten vermeintlichen Megatrends aufzuspringen, von denen aktuell in der Wirtschaftspresse berichtet wird. Die neuesten Anlagetrends versprechen Abwechslung und Unterhaltung, aber wie gesagt: Aktien-Spezialwerte sieht sich nicht als Bestandteil der Unterhaltungsbranche, sondern will helfen, die Depotrendite zu maximieren. Dabei ist ein Verzicht auf Unterhaltung hilfreich, kein Malus. Tatsächlich treibt auch die Wirtschaftspresse mit ihrem systemimmanenten Hang zur schmissigen Story (nur das bringt offensichtlich genügend Aufmerksamkeit und Auflage) Anleger tendenziell in ein performanceschädliches Verhalten, übrigens zu Gunsten der Banken, die an dem dauernden Hin-und-Her und allerlei „Finanzinnovationen“ verdienen. Viel zu häufig meinen Anleger, wegen der nächsten in der Presse herbeigeschriebenen Megakrise aus dem Markt aussteigen zu müssen oder wegen des neuesten Megatrends ihr Depot komplett auf eine neue Hoffnungsbranche umstellen zu müssen. Diesen andauernden Übertreibungen in beide Richtungen müssen Anleger bewusst entgegensteuern, um die größten Anlegerfehler zu vermeiden, die u.a. in aktivem Trading, dem Versuch des Market-Timings, dem Sich-anstecken-lassen von Manien und Paniken, einem falsch verstandenen Momentum-Investing und „noise trading“ bestehen. Es ist hinreichend belegt, dass diese Fehler Anleger jährlich mehrere Prozentpunkte Rendite kosten. Da Fehlervermeidung an der Börse mehr als die halbe Miete ist, ist im Anlegerleben das, was man nicht tut, mindestens genauso wichtig wie das, was man tut. Unser Rat lautet daher: beschäftigen Sie sich nicht nur mit Bilanzen, sondern auch mit „behavioral finance“ und versuchen Sie so gut es geht, den üblichen Anlegerfehlern aus dem Weg zu gehen. Bedenken Sie dabei, dass der wohl erfolgreichste Investor aller Zeiten Warren Buffett sein Geld nicht mit dem Hinterherlaufen hinter heißen Aktienstorys verdiente, sondern seinen Reichtum dem ausdauernden und eher langweilig anmutendem Value Investing verdankt. Ihre Depotentwicklung wird es Ihnen danken, wenn sie in Ihrem Depot diesen Prinzipien folgen. Falls es Ihnen nach Spannung dürstet, empfehlen wir, diese außerhalb des Investierens, beispielweise in der Belletristik-Abteilung zu suchen.

 

Freundliche Börsentage wünscht Ihnen Ihr

Raimund Klapdor

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